Kochen gegen Corona?!

 

 

Kochen gegen die Angst?

Viel Angst durchläuft die Welt gerade. Die einen fühlen sich an Tschernobyl erinnert, die anderen an 9/11, die nächsten an den Mauerfall und wiederum andere an den Beginn des Bosnienkrieges.
Allen ist eines gemeinsam: ein traumatisches Erleben von Ohnmacht und nicht wissen, wie es in Zukunft weitergeht. Wir fühlen uns aus unserer Mitte herausgerissen, suchen Orientierung und Zentrierung. In der chinesichen Medizin wird die Mitte mit dem Erdeelement in Verbindung gebracht.
Natürlich kann die chinesische Medizin da nun auch kein allgemein Rezept zur Verfügung stellen, aber vielleicht ein paar Hilfestellungen für das alltägliche Leben bieten.

Um sich sorgen, sich versorgen… kochen

Hirse
Hirse stärkt des Erdeelement und wird wie Reis 1:2 zubereitet

Zunächst einmal ist es wichtig, dass wir uns weiter oder nun endlich mal vermehrt mit der Nahrung befassen. Die Nahrungsaufnahme steht im Zusammenhang mit unserer Milz und dem Magen, den Organen des Erdelementes. Der Magen verdaut unsere Nahrung, aber auch das seelische Futter, was wir ihm geben, muss er verdauen. Damit er dieses gut machen kann, benötigt er eher warme Speisen, Gekochtes. Was warm und gut verdaulich ist, bleibt da nicht lange liegen, kann als Feuchtigkeit von der Milz gut im Körper verteilt werden. Die Milz mag keine kalte Nässe, heißt es im chinesisch medizinischen Kontext, sonst schleimt sie ein. Um es auf die Nahrung herunter zu brechen, sind damit vor allem kalte und Schleim fördernde Nahrungsmittel, wie kalter Joghurt und Quarkspeisen, kalte Getränke, kalte Milch, kaltes Müsli, zu viel Rohkost und leider auch Schokolade, Erdnussmus und ein zu viel an Süßem gemeint.

Wir haben gerade die Fastenzeit

Wer jetzt sein Milz/Magen Qi stärken möchte, sein Erdelement, kann eine kleine Erdekur machen:
Zehn Tage täglich morgens warmen Hirsebrei, mit Obst und tagsüber mit viel Gemüse, zu essen, ist die Basis einer Erdekur. Auch ein Erde-Entlastungstag, wie es jetzt heißt, ist die immer empfehlenswerte kleine Schwester vom 10 Tages Kur Programm.
Für die Nicht-Veganer ist Rindfleisch, das Erde stärkende Fleisch. Dies kann als Suppe dazu genommen werden. Grundsätzlich sind zudem alle warmen Hafer- oder Reisbreie, Mochireis sei hier besonders genannt, alle wärmenden Kräuter: Zimt, Ingwer, Nelken, Kurkuma und für die Gemüsevariationen viel Thymian, Rosmarin und noch mal Ingwer, unterstützend.
Chili und sehr scharfes ist eher zu meiden, alles darf „rund“ ausgewogen schmecken, nichts sollte extrem sein, so liebt es das Erdelement, fühlt sich rund um versorgt.
Alle Wurzelgemüse sind jetzt willkommen, aber auch Kürbis, Fenchel und Süßkartoffeln. Alles im Ofen langsam gebackene, Tajine/Römertopf, klare Suppen mit viel Gemüse und viel Tee.
Ein leckerer Tee-Mix: Frischer Salbeiblättertee mit einer Scheibe Ingwer/Kurkuma, einen Schuss Holundersaft und etwas Honig oder Agavensaft sind erfrischend, desinfizierend und abwehrstärkend, kann zu viel Fencheltee und Maishaartee getrunken werden. Abends zur Beruhigung eine Abkochung aus Weizenschrot (1 El. /300 ml Wasser, 10 Minuten kochen lassen) um unser Herz zu beruhigen.

Blues gegen den Blues

Bewegung tut der Erde gut: Am liebsten tanzt es sich zu einem guten Blues, stampft mit den Füßen, dass „erdet“ und bleibt in der euch nun verordnetenGemütlichkeit und sorgt für innere Wärme.
Die schockierenden Infos zu Corona lassen uns leicht in eine emotionale Schockstarre geraten Freezing. Dies kann mit sanfter Wärme wieder in Bewegung gebracht werden, um aus der Ohnmacht ins Handeln kommen zu können. Darum geht es letztlich, trotz allem, was hier passiert, handlungsfähig zu bleiben und auf der simpelsten Ebene, dies mit selbstgekochtem warmen Essen zu unterstüzen.
Wasserelement TCM

Pang-Guang, die Blase

Funktion, Krankheit und Prävention in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

Als Hauptfunktion der Blase wird das Empfangen und Ausscheiden des Urins benannt. Den Urin empfängt sie von den Nieren. Dieser wird aus den, von Lunge, Dickdarm und Dünndarm übermittelten, trüben Bestandteilen gebildet. Blase und Niere bilden ein Funktionspaar und reflektieren dadurch eine Innen-Außen-Beziehung. Die Blase ist ein sogenanntes Yang Organ und die Nieren sind das Yin Organ. Eine Schwäche der Blasenfunktion äußert sich in Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Brennen und Inkontinenz, durch die Innen-Außen-Beziehung geht es emotional um Beziehungsarbeit.

In der chinesischen Medizin werden unsere Organe paarweise den 5 Elementen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet. Die Elemente werden zyklisch in dieser Reihenfolge betrachtet. Das Holz ist der Frühling und das erste Element, das Wasser am Ende der Winter. Alle Organe stehen in dem zyklischen Austausch der Elemente in Beziehung miteinander. Die Organpaare sind jeweils eines ein Yin Organ, empfangend und das andere ein Yang Organ, eher abgebender Funktion um es vereinfacht auszudrücken. Alle Organe versorgen wiederum die Meridiane, die sogenannten Lebensenergie-Leitbahnen und können an den Akupunktur- oder auch Akupressurpunkten behandelt werden. Die chinesische Medizin ist eine ganzheitliche Therapiemethode.

TCM-traditionelle Chiessiche Medizin
5 Elemente Fütterungszyklus nach der chinesischen Medizin

 

Unsere Blase zählt zum sogenannten Wasserelement. Ihr Partner- oder auch Geschwister-Organ sind die Nieren. Beide zusammen stellen das Wasserelement des Körpers dar. Dem chinesischen Wasserelement wird die Jahreszeit des Winters zu geordnet. In dieser Zeit brauchen wir viel besonders viel gestärkte „Wasserkraft“ um gut durch die kalte und dunkle Jahreszeit zu kommen.

Krankheitsursachen

Der emotionale Aspekt des Wasserelement ist auf der einen Seite der Mut, auf der anderen die Angst. Wir kennen Sprichwörter wie: „Da hab ich mir vor Angst fast in die Hosen gemacht“ oder „Das geht mir an die Nieren“. Wenn unser Wasserelement geschwächt ist können wir seelisch unter Ängsten leiden oder Depressionen haben.

In der chinesischen Medizin gibt es verschiedene krankheitsauslösende Faktoren. Zum einen emotionaler Art, die „Sieben Emotionen“ und zum anderen klimatischer Art, die „Sechs bösartigen Einflüsse“.

Zu den krankmachenden Emotionen zählen: Wut, exzessive Freude*, Schwermut/Sorge, Trauer/Kummer und Angst/ Furcht. Diese Emotionen sind den Elementen zugeordnet, das Wasser Element wird durch Angst und Furcht stark geschwächt. Stress und zu wenig Schlaf zehren das Wasserelement zudem aus. Ein Burn-Out ist eine Folge von einer totalen Auszehrung der Elemente, im Spätstadium einer Erschöpfung der Wasserenergie, einhergehend mit Depression.

Die „Sechs bösartigen Einflüsse“ sind Wind, Hitze, Nässe/Feuchtigkeit, Trockenheit, Sommerhitze und Kälte. Dem Wasserelement setzt insbesondere die Kälte zu. „Die Blase verkühlt“, kennen auch wir. Eine verkühlte chronisch infektiöse Blase kann die Frau im Stimmungsbild eher ängstlich werden lassen und anders herum große Angst schwächt die Blase, so dass Infektionen sich leichter breit machen können. Die Frage nach: „Wer war zuerst da?“, also die Emotion oder ein klimatischer Einfluss, ähnlich der Huhn oder das Ei Frage, stellt sich in der chinesischen Medizin nicht, als Ursache kann beides ein gleichberechtigter Auslöser sein.

Vorbeugung

Aus diesen grundsätzlichen Betrachtungen ergeben sich schon einige Dinge, die bei häufigen Blaseninfekten oder bei Harnverhalt vorbeugend zu beachten sind: Schutz vor Kälte und Sorge tragen für Entspannung, unsere Batterien aufladen. Tatsächlich ist das Wasserelement der Speicher unserer Lebensenergie, also so etwas wie unsere innerste „Powerbank“, die wir bei der Geburt von unseren Eltern mit gegeben bekommen. Das kann mal mehr, mal weniger sein, je nachdem in welcher energetischen Situation sich die Eltern bei der Zeugung, und die Mutter während der Schwangerschaft und in der Geburt befanden.

Niere und Blase spielen also zusammen beim Inneren nach Außen lassen, eine Frage könnte zum Beispiel sein: „Wovor habe ich Angst es nach Außen zu lassen?“, wenn immer wieder Harnverhalt auftritt. Da hier der Beckenboden mit ins Spiel kommt, er verkrampft sich und behindert den freien Abfluss, ist es sehr hilfreich Beckenboden Enstpannungstraining zumachen. Das regelmäßige Sitzen auf einer Ballblase schafft Entspannung, die Betonung liegt hier auf Entspannung innen und außen. Möglicherweise muss daher mal geprüft werden, was im Außen für Stress sorgt, welche Beziehungen uns gar Angst machen. Die Niere ist das einzig paarige Organ und wird oft mit Beziehungsthemen in Verbindung gebracht, sie bilden mit der Blase eine Einheit.

Die Blase und unser Körper

Das die Blase ein sehr wichtiges Organ ist zeigt sich auch daran, dass der längste Meridian, der Blasenmeridian, von ihr energetisch versorgt wird. Dieser Meridian, mit 67 Einzelpunkten, beginnt an unserer Nasenwurzel, zieht sich parallel über den Kopf, teilt sich an den Schultern, so das parallel zur Wirbelsäule ein innerer und äußerer Ast verlaufen. Er zieht über den kompletten Rücken. Hier finden sich alle sogenannten Organ-Zustimmungs-Punkte, die in der Akupunktur und Akupressur eine große therapeutische Bedeutung haben. Er fließt unterhalb des Po wieder in einen Strang und verläuft an der Beinrückseite, längs der „Strumpfhosennaht“, hinab durch die Mitte der Kniekehle, weiter zum Fuß außen um den Knöchel herum, bis zum kleinen Zeh.

Schon durch den Verlauf ist zu erkennen wohin die Blasenkraft wirkt:

Haarausfall ist eine Hitze im Blasenmeridian, Beschwerden am Rücken und natürlich am unteren Rücken deuten auf ein energetisches Ungleichgewicht, möglicherweise ausgelöst durch vorab genannte Krankheitsursachen. Kniebeschwerden, es grüßt die Blasen- und Nierenenergie. Natürlich betrachten wir die Blase niemals alleine, es wird immer geschaut wie geht es der Nierenenergie, ihrem Geschwister Organ, wie geht es den Organen, die in den Elementen vor oder nach dem Wasser kommen.

Die Elemente Zyklen

Die Elemente sind zyklisch, und das Element vor dem Wasser nährt es und das Element nach dem Wasser wird von diesem versorgt: Mutter-Kind-Zyklus wir dies auch genannt. Ist die Mutter schwach, in dem Falle das Metallelement, kommt nicht genügend Energie in das Wasserelement. Das Metallelement, da sind die Organe Lunge und Dickdarm zugeordnet. Eine Infektanfälligkeit mit vielen Erkältungen schwächt folglich das Wasserelement.

Auch in der anthroposophischen Medizin gibt es den Zusammenhang von Stirn- und Nebenhöhlen- und Blasen-/ Niereninfekten. Wenn die Ausscheidungsfunktion gestört ist entsteht Sinusitis.

Ein sehr schönes rein pflanzliches Präparat ist: Angocin, Tabletten, die aus Meerrettich und Kapuzinerkressenextrakt hergestellt werden. Es gilt als pflanzliches Antibiotikum bei Blasen- und Stirnhölen Infektionen. Die beiden Kräuterbestandteile wirken zerstreuend und klärend. In der chinesischen Medizin sind Produkte die kühlen, wie z.B. Präparate die Minzöl enthalten, bei Kälte nicht angezeigt. Hier wird gewärmt und zerteilt. Mild scharfes und senfglycosidhaltige Pflanzen, die das Metallelement stärken und damit auch die Nieren wären: Meerrettich, Senf, Zwiebeln, Knoblauch, Rettich Radieschen, Sellerie. Und natürlich, viel warmes Essen und trinken: Tees, Suppen und Brühen. Miso Suppen, aus fermentiertem Soja hergestellt, am Morgen, Mittag und Abend mit etwas Ingwer und etwas frischer Zitrone getrunken, beugen vor und schützen. Wir erinnern uns: „die Blase gibt die trübesten Säfte ab“, also brauchen wir klare Suppen um zu reinigen. Dicke, fette Eintöfpe sind da nicht gefragt, eher Hühnerbrühe oder Zwiebelsuppe, jede Form von Minestrone, die klassische italienische Gemüsesuppe und dicke Socken oder Stulpen. Zum Glück sind Strickmoden wieder „in“, selbst der Postillion schreibt schon von der neuen Knöchelschal-Mode.

Zeigt her eure Füße…

Warme Füße sind bei dauerhaften Blasenkatharr leider oft Mangelware, daher empfiehlt es sich viele Fußbäder und Fußgymnastik, zB. mit einem Igelball zu machen. Dies entspannt nicht nur geplagte Füße sondern beugt zudem vor. Die Füße werden auch als unsere dritte Niere bezeichnet. Viel Fußgeruch, zeigt eindeutig eine Überlastung an Stoffwechselprodukten. Fußbäder helfen da und Massagen. Klassische Massagen der chinesischen Medizin: Die Tui-Na-Massage, was soviel wie „ziehen und schieben“ heißt. Dabei werden dynamische Massagegriffe verwendet. Schröpfen mit dem Saugglas, klopfen mit dem Pflaumenblütenhämmerchen. Dies ist ein kleiner Nadelhammer, der leicht, aber schnell über die Zonen auf der Haut klopft und Entlastung bringt. All diese Methoden sind wärmender und zerteilender Art um Kälte zu vertreiben und die Wasserenergie zu stärken. Moxatherapie, mit einer Moxazigarre, bestehend aus fermentierten und manchmal auch schon vorverkohltem Beifuss, werden die Akupunkturpunkte an den Füßen und Unterleib gewärmt oder auch die Nadeln.

Moxibustion
Moxatherapie auf dem Bauchnabel

 

Das Wasserelement im Winter pflegen

Das Wasserelement möchte im Winter besondere Pflege: Mehr Ruhe, einen Gang kürzer treten, mehr Schlaf. Wie die Natur, die sich hier in ihren inneren Kern zurückzieht, die Bäume ziehen das Wasser in die Wurzeln, die Blätter fallen ab. So tut auch uns es gut aus der sommerlichen aktiven Freude nun etwas besinnlicher mit uns um zugehen. Yin Yoga ist hier eine optimale Unterstützung. Die chinesische Wasserzeit beginnt übrigens im November und endet im Januar. Ab Februar haben wir es schon mit dem nächsten Element zu tun, dem Holz: Leber und Gallenblase sind seine zugeordneten Organe. Ab da darf bewegt und gefastet werden, die Muskeln werden von diesem Element versorgt.

Europäische Heilkräuter

In einen guten Blasentee gehören Schachtelhalm, Goldrute und auch Wacholder, in vielen Fertigmischungen sind sie, ausgewogen balanciert, zu finden. Ein besonderes Blasenkraut möchte ich noch vorstellen, eines was ein bisschen ein Schattendasein führt wegen seiner bekannteren schlanken Schwester: den Breitwegerich. Er ist eine Pflanze, die an Wegesrändern, am Übergang von hell zu dunkel, am Übergang von Wald zu Feld zu finden ist und nicht nur buchstäblich etwas im Schatten steht. Diese wunderbare Pflanze verordne ich gerne wenn viele Ängste vorhanden sind, die Menschen gerade auf einer Schwelle des Lebens stehen, Angst vor dunklen Gefilden (ihrer Seele) haben oder alten traumatischen Erlebnissen. Wenn eine Blasenentzündung einhergeht mit diesen emotionalen Mustern, ist der Breitwegerich sehr gut angezeigt. Sein lateinischer Name ist: Plantago major. Eine große Pflanze, wie es scheint. In der Signaturenlehre, der Kunde, die vom äußeren Erscheinen der Pflanze Rückschlüsse auf ihr Wirkungsspektrum macht, passt er sehr gut: wie eine Blase sehen die breiten dunkelgrünen Blätter aus.

Plantago major
Breitwegerich

Die Farben, der Geschmack und Teatime

Die Chinesen ordnen jedem Element eine Farbe zu und auch einen Geschmack.

Die Farbe des Wassers ist schwarz und so stärken Lebensmittel die schwarz sind besonders gut unsere Blasen- und Nierenkraft. Das wären die schwarzen Bohnen und Linsen, schwarzer Sesam, schwarze Algen, Misopaste und Sojasoße zählen zu den Wassernahrungsmitteln, so wie Fisch, insbesondere Meeresfisch. Der Geschmack ist der salzige, so kann dieser die Nieren stärken, zu viel davon wirkt schwächend. Die sogenannte Organzeit des Nieren- und Blasenmeridians ist am Nachmittag. Zuerst die Blase 15-17h, dann die Nieren 17-19h, passend zur klassischen Teatime. Hier den Tee genossen erfreut dies Blase und Niere umso mehr, denn zu diesen Zeiten können die Organe besonders gut erreicht/behandelt werden.

Alle hier genannten Hinweise können nur auf eigene Verantwortung angewandt werden und sollten mit deiner TCM Therapeutin besprochen werden.

Diesen Artikel findet ihr auch in der neuen Ausgabe der Clio, die Zeitschrift des FFGZ Berlin. Diese  Ausgabe handelt rund um das Thema Blase!

Kurs zum Beckenbodentraining BEYO aktuell im Chisalon jeden Mittwoch von 18.30-19.30h

Bilder

©Heike Brunner

Fotos/Zeichnungen: Chinesischer Zyklus der Elemente, Moxa am Bauchnabel mit einer Ingwerscheibe, Breitwegerich

*Exessive Freude ist die Emotion des Feuerelement, welchem das Organ Herz und unser Geist, das sogenannte „Shen“ zugeordnet wird. Mit exessiver Freude werden z.B. Zustände beschrieben die durch Drogenkonsum entstehen können, aber auch Gefühlsbilder wie „Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt“, fallen hierunter, so auch alle manischen Zustände.

 

Die Tiger sind los!

2022 – Das Jahr der Tigerin

Das chinesische Jahr richtet sich nach den Mondphasen, daher beginnt es immer irgendwann zwischen Mitte Januar bis Mitte Februar. 2022 ist das chinesische Neujahrsfest am 1. Februar 2022 und läutet das Jahr der Tigerin ein. Es endet am 21. Februar 2023.

Während ich diese Zeilen schreibe sind wir noch im letzten Rest eines strengen, um Grenzen kämpfenden Büffel-Jahres. Regeln und Vorschriften wurden nun wirklich bis ins kleinste ausdoziert, ob sie immer helfen, sei dahin gestellt. Umso spannender wird das kommende Jahr:

Mit dem Tigerinnen-Jahrbeginnt zudem ein neues der fünf chinesischen Elemente: das Wasserelement. Zwei Jahre des strikten und regulativen Metallelementes sind vorbei. Zwei Jahre frei und wild fließendes Wasserelement starten. Gut tun diejenigen, die nun stets auf ihre Ressourcen achten, um nicht im lebhaften und impulsiven Tigerinnen-Jahr gar hin fortgespült zu werden.

Kleiner Einschub Wasserlement und Meridiane

In der TCM steht der Blasen-Meridian, der längste Meridian unseres Körpers, mit dem Wasserelement in Verbindung. Dieser Meridian entspringt rechts und links der Nasenwurzel, zieht sich über den Kopf in zwei Strängen seitlich neben der Wirbelsäule entlang (hier hat er viele organreinigende Akupunkturpunkte) und endet via Kniekehlen an den kleinen Zehen. Alle Anwendungen, die das Bindegewebe des Rücken und die Akupunkturpunkte auf dem Blasenmeridian behandeln, sind wahrlich ein Segen für den gesamten Körper: Klopf-Qi-Gong; Yoga: Hund und Kamelritt, Massagen mit Bällen, Gua Sha, Tui Na-Massage oder Schröpfen. Zu jedem Element gehört ein zweiter Meridian, beim Wasser ist es der Nieren-Meridian. Dieser entspringt auf der Fußsohle und steigt innen an den Waden und Schenkeln auf und endet kurz unter dem Brustbein. Das Wasser ist mit den Gefühlen Angst oder Mut verbunden. Den Nierenpunkt 1 auf der Sohle zu aktivieren gibt den Menschen einen guten Stand im Leben. Ausreichend Schlaf, Fußbäder und Phasen der Relaxion/Muse lassen das Wasser auftanken. Das Wasser kontrolliert im übrigen die Feuermeridiane, wie Herz und Dünndarm. Wenn Menschen viel Angst haben, sollten sie zu nächst ihr Wasser-Element stärken. So dann kann auch das Herz zur Ruhe gelangen. Das Herz allein, bei viel Angst zu füttern, erzeugt leider nur Suchtpotential. Daher: meditiert zu Euren Nieren- und Blasen-Meridianen und Wurzelchakra, statt von Herzchakren Aufladungen süchtig zu werden, got it? Calm down and enjoy!

Tigerinnen-Jahre sind gekennzeichnet durch Impulsivität, instinktivem, feurigem Handeln und können für eingige rebellische Überraschungen sorgen. Die Tigerin entspricht der Wasserfrau im europäischen Tierkreiszeichen. Freiheit ist das Motto der Tigerin. Freiheit im Denken und Handeln, Ängste überwinden und mutig voran zu jagen. Immer auf der Pirsch nach neuen Abenteuern und ohne Scheu überholte Säulenheiligtümer einzureißen, Götzenbilder oder neue Gurus zu hinterfragen, sind ihre Qualitäten. Sie ist frei und nicht abhängig. Sie ist lösungsorientiert und nicht standortverhaftet. Klappt es hier nicht, sucht sie sich neue Jagdgründe. Das Ziel ist nicht im Weg, denn Ziele kann sie einfach elegant neu definieren.

Zum Glück ist es ein Wasser-Jahr, also insgesamt wird eher sanft zum Sprung angesetzt werden. Tigerinnen springen übrigens bis zu zwei Meter aus dem Wasser, wenn es Wichtigeres als Schwimmen gibt, also Jagd. Auf dem Land schaffen sie bis zu sieben Metern Sprunghöhe!

Als innovativer Geist – Wasserfrau-Qualität – werden neue Medien und Techniken (die im Büffel Jahr zuvor mühsam erarbeitet – „erbüffelt“ – wurden) nun spielerisch für kommunikative Zwecke eingesetzt werden. Spielerisch ist die Natur des Tigerjahres sicherlich, da kann es auch mal hoch hergehen und gewagt (fast) alles auf eine Karte gesetzt werden. Vorsicht ist da geboten, Werte können rasch verfallen oder aus dem nichts aufsteigen. Es wird heiß gekocht, aber die Suppe am Ende nie so heiß gegessen werden, ein gutes Mantra für dieses aufregende Jahr. Außerdem sind Suppen eine gute Mahlzeit, die dem Wasserelement gut tun, besonders die dunkle, salzige Misosuppe, gern auch mit Fisch oder Tofu.

In einem Tigerinnen Jahr haben die kollektiven Geister Aufwind. Kommunikation auf Augenhöhe ist genau das, was es jetzt braucht. Organisationen sind gut daran beraten anti-hierarchische Strukturen einzuführen. Nur gemeinsam kommt die „Familie“ ans Ziel unter Wahrung, Respektierung und Förderung der individuellen Begabungen einer jeder einzelnen. Der Sinn für Humor sollte bei all dem Rauch und Wirbel, den das Tigerinnen-Jahr mit sich bringen wird, niemals vergessen werden. Und sicherlich wird es einiges zu feiern geben: Jagdbeute will genossen werden!

Musikalisch ist Jazz der Sound der Tigerin. Im Wasserelement, das die Wandelbarkeit betont, wird es der Freejazz sein, für starre Gemüter eine echte Herausforderung, aber das juckt die Tigerin nicht. Meine muiskalische Empfehlung zum Einstieg und zur Annäherung: Nina Simone: Take me to the Water.

Leider müssen wir noch bis Anfang Februar warten. Es gibt eine Menge schöner Bräuche um das chinesische Neujahrsfest zu begehen: Laternen aufhängen, die alten Geister rausfegen, Glückskekse verschenken. Bis dahin arbeiten wir noch die Reste des Büffeljahres kleinlich und genau ab, Steuer, Förderanträge, Versicherungen … Stay well!

Zeichnung Heike Brunner

Ich möcht so gern ein Eisbär sein…

Schon von Weitem ist es zu sehen, die Laser suchen den dunkeln Himmel ab und ein glitzerendes Lichtermeer funkelt am Ende der Straße. Wir sind mit der U-Bahn hingefahren. Es soll ja keine Parkplätze geben und der Bus erschien uns zu voll. Vorbei geht es an den Villen und Botschaften, hier blinken nur die Überwachungskameras und auch sonst sind die Vorgärten bis auf einen nicht überladen mit dem weihnachtlichen Blinke-Blinke Schmuck.

Corona steht hoch am Statistikhimmel, meine Fernreisen sind abgeblasen, also Zeit, ein zweites Mal den Botanischen Garten Berlin zu besonderem Anlass zu besuchen: Das Illuminationsevent Christmas Garden hat seit Ende November geöffnet und ist noch bis Anfang Januar zu bestaunen.

Damals, der erste Besuch war noch mit unserer zu Weihnachten angereisten Oma. Wir hatten es als sehr voll und sehr kalt in Erinnerung, aber es war ganz neu und ein echtes Highlight. Die Oma kommt wegen Corona nicht nach Berlin, aber wir haben uns entschlossen, entgegen aller Energiesparüberlegungen, uns dem Zauber wieder hinzugeben und machten einen mamaundgroßetochterausflug in den Süden Berlins. 14 Stationen bis zur Podbielskiallee, raus aus dem beschaulichen Süd-Ost Kiez SO 36.

Lustigerweise schneidet Berlin im bundesdeutschen Vergleich ziemlich gut und weit hinten im Mehrverbrauch an Weihnachtlicherlichtenergie ab. Die Hinwendung zu städtischen Illuminationdesign gibt es hingegen schon läger, Festival of Lights ist integraler Eventbaustein in Berlin. Also liebt es der und die Berlinerin nicht so sehr mit dem übermäßigen Dekoschnurzpopanz in und um seine/ihre Straßen und Gassen, aber offensichtlich als Event, als Party halt, mit 2 G.

Auch wir zählen in diese Kategorie, es erinnert doch so ein bisschen an die vielen nicht stattgefunden Festivals, also folgen wir dem Lichterglanz und checken ein.

Am Eingang bekommen wir mit, dass die Weihnachtsfeier von irgendeinem Krankenhaus dort gefeiert wird, ich denke nette Idee, die haben es sich auch echt verdient. Insgesamt ist es nicht so arg voll. Wir sind mit dem letzten Einlass und unter der Woche reingerutscht, für Genießer*innen sehr zu empfehlen. Die in hellen blaugrau illuminierte Begrüßungsallee mit den großen schlanken Bäumen im Sternenregen lässt den schnellen Stadtschrittt doch gleich etwas entschleunigen. Noch aus Sorge ob der Erinnerung ziemlicher Warteschlangen an den kleinen Weihnachtsbuden mit Futter und Getränk, entscheiden wir uns zunächst erst mal zwei Glühwein zu genießen und die Lage zu sondieren. Alles sehr entspannt, nicht überfüllt, ein vorbeilaufendes älteres Pärchen erhält von uns den ersten Preis in Sachen Outfit. Er, eine blinkende Pudelmütze auf dem Kopf, sie ein Lichterketten-Dekolletee über dem dicken Anorak, so sind sie vergnüglich weithin zu sehen. Ein paar Kinder rennen herum, Grüppchen von Teenagern, ein paar Verliebte, ein Damengrüppchen und jede Menge Fotograf*innen. Es richt nach Feuerholz und Rauch aus den aufgestellten Feuerschalen und nach Glühwein, es glitzert, alles wird gut?

Bevor wir los wandern, entscheiden wir uns, den Pfand für die Glühweintassen wiederzubekommen. Die Tassen sind uns etwas zu klein für den häuslichen Kaffeegebrauch und nach dem Umtausch in Taler geht es immer dem gut ausgeschilderten Rundgang mit Maske und zum Glück ordentlich warmen Sachen lang.

Zeitreise: ein Spaziergang in der Nacht. Ich war vielleicht fünf oder sechs Jahre alt und mit unserer besonders netten Nachbarin vor Weihnachten noch etwas zur Post bringen. Es schneite und auf dem Weg durch das Gestöber, da entdeckten wir diesen elektrisch beleuchteten Tannenbaum an einem Altenheim. Das Licht, das Schneetreiben, das Gefühl von Kälte und schmelzenden Schneeflocken auf der Haut sind selbst nach fünfzig Jahren sofort abrufbar.

Für den Christmas Garden braucht es schon etwas Faible für Weihnachtsromantik. Da werden die Wege mit verschiedensten, meist englischsprachigen Weihnachtsliedern beschallt. Klassikern, die doch eine jede und jeder meist kennt und mitsingen oder summen kann. Die Lautstärke ist angemessen und manchmal sind es auch nur einfach Klänge oder das kalte Windrauschen, wie wenn eine/r an die Polargrenze stößt. (Vielleicht war es, aber auch das Rauschen der Nebelmaschine?) Natürlich ist da auch viel fürs Familienalbum vorbereitet, lebensgroße Weihnachtsmännerfiguren und andere nette Kulissen, die zum Ablichten einladen finden sich neben den großflächig angelegten Landschaftilluminationen. Desto später der Abend desto mehr Instagram ist unterwegs. Der Botanische Garten ist recht groß, so verläuft es sich ein bisschen und manche Ecken konnten wir ganz allein genießen. Immer wieder neue Bilckwinkel zu entdecken ist wirklich aufregend. Wir hätten uns auch am Anfang nicht so sorgen müssen, inzwischen finden sich unterwegs neben malerischen Sternenwiesen weitere kleine Essensbüdchen und Toilettchen. Gespannt waren wir auf die Teichillumination am chinesischen Tee-Pavillion. Mit der Oma im Schlepptau waren dort kleine, bunt beleuchtete Origami Faltboote am schwimmen, einfach nur zauberhaft. Heute gibt es da etwas anderes, auch sehr beeindruckendes, aber Spoilern, nein, das gibt es hier jetzt nicht. Alles in allem war es ein schöner Abendspaziergang mit immer wieder „Ohs“ und „Ahs“ und auch manchen Lachern und vielen entspannten Menschen und vielen guten Wünschen vom Personal. Was es leider immer noch nicht gibt: das Biowürstchen und das vegane Bratwürstchen an den Büdchen. 2022 könnt das ja mal klappen. Und wegen dem Energieverbauch, eigentlich finde ich es so viel schöner, wie wenn alle ihren „personal Blinkebaum und Jesus“ brauchen. So haben recht viele Menschen etwas davon und ich hoffe für die Enten, deren Schlafgemach dort bis 22h gestört wird, dass es nicht zu anstrengend für sie ist.

Tickets und Infos

Christmas Garden Berlin

Mehr Fotos siehe @textfontana_hai instagram

Eisbärsong

Welches Hobby haben Sie?

Robo Sapiens-Aktuelles Stück @Die Andere Welt Bühne
Wartebereich und Sommergarten @ Die Andere Welt Bühne
Ines Burdow @ Die Andere Welt Bühne

Oder

woran erkenne ich den Menschen, die Maschine, den Robotermensch?

In der „Anderen Welt Bühne“ Strausberg/Berlin, werden zur Sommersaison wieder spannende Themen verhandelt. Aktuell das Theatermanuskript R.U.R., des tschechischen Journalisten, Schriftsteller und Stückeschreiber Karel Čapek aus dem Jahre 1920. Joseph Čapek, Maler und Künstler, Verfolgter und Opfer des Naziregime, älterer Bruder Karels, gilt als Erfinder des Begriffs Roboter. Karel griff diesen Begriff in seinem Manuskribt R.U.R. auf: Die Roboter, die die Kontrolle übernehmen möchten. Die Theatergruppe um die Leitungsgruppe von Melanie Seeland und Ines Burdow tauften ihr Stück Robo Sapiens und transportieren es frei nach Čapeks Manuskribt nun in die Welt des Jahres 2021. Die Fragen nach dem (Mit-)Gefühl und wer (Roboter oder Mensch) davon eigentlich mehr besitzt und selbst die Sinnhaftigkeit eines Lebens mit und ohne Arbeit stehen im Raum.

Die „Andere Welt Bühne“ mit ihrer drehbaren Holzbühne und der frisch eingebauten Lüftungsanlage zum Abzug der Aerosole lassen die Zuschauer in den Bann dieser schon vor hundert Jahren gestellten Fragen kommen. Wie passend: Gerade werden die ersten Schimären gezüchtet, die Alterspflege wird zukünftig in Händen von Robotern liegen und die Vereinsamung der Menschen (40 % leben in Deutschland schon in Einzelhaushalten, Tendenz steigend) wird die

„Robo-Welle“ mehr denn je auch unsere private Zukunft mitbestimmen. Alexa lässt grüßen …

Mit Charme, allen Stilmitteln des Sprechtheaters, der verdrehten Bühne, passenden Videosequenzen ein echtes Abenteuer und Stück, welches auf freundliche Art das Nachdenken über Sinn und Unsinn der menschlichen Erfindungsfreudigkeit anregen kann.

Das Stück läuft noch bis Ende August. Ein Ausflug in diese Brutstätte der Kreativität mitten im Wald und doch nur einen Katzensprung von der S-Bahn entfernt, absolut lohnenswert. Die kleine Bar, sogar mit leckerem von dort eingefangen Honig ausgestattet, lässt die Sommerabende nach dem Theatergenuss entspannt ausklingen.

Mehr Infos zum Theater & Tickets findet Ihr hier:

https://wasserwerk-theater.com/das-theater/

Fotos copyright Heike Brunner

Kuhherde

Heute ist das Chinesische Neujahrsfest

Ein Büffel-Jahr im Element Metall, es endet am 21. Januar 2022.

In China orientiert sich der Kalender nach dem Mondzyklus. Am zweiten (selten dritten) Neumond nach der Wintersonnenwende am 21. Dezember, wird das traditionelle Neujahrsfest gefeiert. Der Neumond ist ein Auftakt, leitet immer einen Zyklus des Wachstums ein – der Mond nimmt wieder zu. Ab heute regiert der Büffel, er ist das zweite Tier im chinesischen Sternkreis, welches jährlich wechselt. Der Geschichte nach hatte Buddha alle Tiere zu sich gerufen und in der Reihenfolge, wie zwölf Tiere bei ihm erschienen sind, ist ihr Platz im Jahreskreis. Die Qualitäten der Tiere prägen die Jahre. Seinem Ruf ist als Erstes der Büffel gefolgt, doch in seinem Fell saß die Ratte verborgen. Kurz bevor der Büffel vor Buddha stand, sprang diese aus seinem Fell und war somit das erste Tier.

Das Ratten-Jahr war das Pandemie Jahr 2020 und zugleich war dieses Jahr auch die Eröffnung eines neuen zwölfjährigen astrologischen Zyklus. Die Ratte hat sehr viel bewegt: Von vielem gewohnten und vertrautem mussten wir Abschied nehmen, neue Wege der Kommunikation erschließen, neue, tief greifende Entscheidungen in Windeseile treffen und alles betraf die gesamte Menschen-Gemeinschaft.

Nun kommt der Büffel. Viel Arbeit liegt vor ihm, viel Aufräumen muss er, um all das, was im Rattenjahr bewegt wurde, zu festigen, zu perfektionieren, zu sichern. Der Büffel wird mit dem europäischen Tierkreiszeichen Steinbock verglichen. Ausdauer und Durchhaltevermögen, Unmögliches doch zu schaffen, um am Ende eine gute Ernte einzufahren oder den unbezwingbaren Berg zu erklimmen, das sind die Kernattribute dieses Zeichens.

Die chinesischen Tierkreiszeichen sind zudem den 5 Elementen Holz-Feuer-Erde-Metall-Wasser zugeordnet. Die Jahre haben jeweils ein Element davon erst den Yang-Aspekt und dann den Yin-Aspekt, also jeweils zwei Jahre herrscht ein Element. Letztes Jahr war die Ratte im Metall Element Yang, alles wurde bewegt. Dieses Jahr wird der Büffel im Metall-Element Yin stehen und alles sortieren, strukturieren. Das Metall-Element schafft Klarheit und Struktur, es steht für „eiserne“Disziplin und diese ist der Schlüssel zum Erfolg. Straightness pur, das kann auch nerven.

Es wird ein arbeitsames Jahr. All die Neuerungen, werden nun im Detail ausgearbeitet und mit Leben gefüllt werden. Stück für Stück muss jedes Blatt, im wahrsten Sinne des Wortes, überprüft und den Neuerungen angepasst werden. Vieles was Überholt war, wurde im radikalen Prozess der Ratte gelöst, die Leer- oder Freistellen können sich nun mit frischer neuer Energie füllen. Die Strenge mag manchmal aufstoßen, doch das Ziel dabei aufzuräumen, Platz zu schaffen, für die Impulse dieses neuen zwölfjährigen Zyklus ist die wirkende Dynamik.

Weiterhin tun wir gut daran, zu realisieren, dass die Welt immer einem Wandel unterliegt und da in unserem Körper die Lunge das Organ des Elementes Metall Yin symbolisiert möchte ich für diese Jahr insbesondere Atemmeditationen empfehlen. Eine kleine könnt ihr täglich anwenden: Einatmen-die Zukunft begrüßen, Ausatmen-das vergangene Loslassen, in Eurem Rhythmus. Alle Übungen, die das Trennen um der Klarheit willen stärken sind für dieses Jahr hilfreich. Trauer ist die Kehrseite der Medaille, auch für diese ist oben genannte Atemmeditation hilfreich. Kräftig Eure Lungen, Euren Darm und Eure äußere Hülle, auch die Haut zählt zum Metall, nehmt genügend Zeit für Meditation, Pflege und Reinigung innen, wie außen, um gut und mit möglichst viel Klarheit durch dieses zweite Metalljahr zu kommen.

Eine Heilpflanze, die zum Metall-Element zählt ist der Meerrettich. Der scharfe Geschmack, der eine zerstreuende, öffnende Wirkung hat gehört zum Metall-Element. Meerrettich ist in Deutschland zur Pflanze des Jahres 2021 gekürt worden, wie passend! Esst ihn viel. Radieschen, Rettich, Kresse und all die senfölglykosidhaltigen Pflanzen, zählen dazu. Senf natürlich auch, ich liebe übrigens Dijon Senf. Sie stärken das Lungen Qi, lösen Schleim auf. So wie ein Löffel Meerrettich uns wohlig in der Nase kitzelt und wir uns kräftig und unaufhaltsam mit einem Niesen die Schleimhäute reinigen, so kann das Motto für dieses Büffeljahr sein: Klarheit, in Bewegung sein und dafür manchmal radikal verklebte Prozesse beenden.

In China schenken die Menschen heute kleine rote Briefe mit etwas Geld Kindern oder Bedürftigen oder unverheirateten Familienmitgliedern und feiern 15 Tage das neue Jahr und Frühlingsfest. Denn tatsächlich beginnt dort heute der Frühling und das Holz-Element. Das Fest dauert bis zum Laternenfest am 26.2.21., dann werden Lichter vor die Tür gestellt, rote Lampions angezündet um den Ahn*innen den Weg nach Hause zu weisen, diesen wird am ersten Neujahrstag gehuldigt. Für die Chinesen, ist es unter der Pandemie ein schweres Neujahrsfest. Viele haben nur in dieser Zeit Urlaub und dürfen nur in dieser Zeit das einzige Mal im Jahr ihre Familien besuchen, was auf Grund von Reisebeschränkungen nicht erlaubt ist.

Der letzte Vollmond 🌕

Heute am 30.12. für 2020

Mondsüchtig, so was gibts doch gar nicht?! 

Ehrlich es ist mir einfach mal relativ wurscht, was da die Studien zum Thema Mondsüchtigkeit und Mondeinfluss auf unsere Leben sagen, (traue keiner, die du nicht selbst gemacht hast) und genau deshalb sage ich: klar gibt es eine andere Aktivität unter Vollmond.

Es war in den Achtzigern und ich jobbte in einer linken Szene Kneipe in “Good-old-Hanau”. Die Kneipe gibt es heute sogar noch immer, den Brückenkopf. Nach meiner ersten Schicht an einer Vollmondnacht legte ich damals meinen Schichtplan konsequent um. Niemals mehr in einer Vollmondnacht Tresen machen war die Devise. Klar, die Leute hatten mega Spaß, tranken über den Durst, tanzten auf den Tischen und erfanden die Anarchie für sich mal eben, sodass selbst der Koch sauer wurde und mit seinen scharfen Messern aus der Küche schmiss. Lustig für alle, außer uns, die die Rasselbande domtieren musste und pünktlich zur Sperrstunde aus dem Laden zu bugsieren hatte. Ich war echt beeindruckt. Nach inzwischen so einigen Jahren Leben in der Oranienstraße in Kreuzberg kennen wir es auch von zu Hause. Die Blaulichter sind um Vollmond voll aktiv, nicht nur in den heißen Sommermonaten. Die Vollmondparties vor C legendär.

Dieser letzte Vollmond in 2020 steht übrigens im Sternzeichen Krebs. Familie oder das, was wir alles solche begreifen und benennen, steht im Zentrum dieses Tierkreiszeichen. Daher ist es schon eine gute Sache, sich genau diesen Fragen heute noch mal zustellen: Wer, welche und was gehört zu meiner Familie? Welche Ideen habe ich dazu? Wie offen kann das sein? Wie wichtig ist es, ob es um die Ursprungs- oder um die Wahlfamilie geht? Ist Blut wirklich dicker oder ist das nur so eine Idee, um Systeme zu erhalten – Systeme der Macht? Familie und Macht stehen schnell zusammen. Toxische Beziehungen, die Femizidzahlen des Jahres 2020 zeigen es wieder. 

Mit diesem Vollmond können wir es jedenfalls noch mal wie im Brennglas betrachten: Wo fühle ich mich zu Hause, wo zugehörig? Was brauche ich, um mich zu Hause zu fühlen? Kann ich von anderen etwas lernen? Kann ich mich neuen Konzepten annähern oder muss ich immer erst mal zwei Schritte vor und dann mindestens einen zurück? Der typische Krebsgang verläuft lieber erst mal seitwärts und nicht gerade aus. Krebse leben in Höhlen und schauen bei Bedarf dort hervor. Was sind eure Höhlen? Braucht ihr sie wirklich und wenn, wie gestaltet ihr sie? Was würdet ihr in einen Koffer packen, wenn klar ist, ihr müsst länger weg? Was nehmt ihr mit, damit ihr euch zu Hause fühlt? Was nehmt ihr mit in eurem Koffer nach 2021?

Vielleicht mag ich deshalb auch die Jim Jarmusch Zombie (FSK16!) Version so gerne. Die Zombies suchen dort nachdem, was ihnen im Leben am liebsten war: Cafe, Süßes, Essen, Fußball, Tennis … Ansonsten hab ich es nicht mit Zombiefilmen, schon aber mit dem Vollmond und gutem Cafe. Ja der kommt auch in den Koffer. Insofern hat Vollmond auch etwas etwas mit dem Herzen zu tun oder den Herzenssachen.

Genießt ihn mit den Dingen die Euch verbinden und kommt gut rüber nach 2021.

Bald haben wir es geschafft.

Bald ist diese dunkle Zeit vorbei, tatsächlich, es wird bald wieder heller.

Am Montag ist die Wintersonnenwende und Winteranfang. Es ist der kürzeste Tag im Jahr und die längste Nacht.

Die dunklen Tage bedrücken viele Menschen, gerade jetzt sind Ängste besonders spürbar und doch geht zumindest diese tiefe Dunkelheit bald vorbei. Wir können die Zeit davor und auch die Tage danach nutzen, um nach „Innen“ zu schauen. Meditationen, ein schönes Buch lesen, ruhige Musik, kleine Rituale wie Teezeremonien, Suppe schlürfen, Briefe schreiben, aufräumen, spazieren gehen, Kerzen entzünden, ein Feuer machen.

Die Wintersonnenwende ist der Endpunkt im Jahreskreis und gleichzeitig der Wendepunkt. Etwas Neues wird danach geboren, der neue Lichtzyklus und das Frühjahr wird kommen. Dieser Wendepunkt ist der Abschied von dem alten Jahr und manche macht es nervöser, bringt unruhigere Träume. Traumtagebücher können geführt werden. Die Raunächte beginnen mit der Wintersonnenwende und enden am 3. Januar. Jede der 13 folgenden Nächte steht für einen Monat des zukünftigen Jahres.

Wir haben nun den Raum das vergangenen Jahr Revue passieren zu lassen, die positiven und negativen Erlebnisse sich zu vergegenwärtigen, sich davon zu verabschieden. Wir können unsere Wünsche und Ideen für das nächste Jahr formulieren, Ideen entwickeln, Tarot oder andere Orakel befragen oder zur Hilfe nehmen, um neue Sichtweisen und Aspekte hinzuzunehmen, Landkarten malen und Kollagen basteln.

Erdung und Erdkontakt, auf Berge steigen, mit den Füßen Stampfen oder in Zeitlupe tanzen, wie zwischen den Zeiten oder zeitlos dahin fließen im Tanz sind die Bewegungsqualitäten dieser besonderen Zeit. Spiralen und Labyrinthe zu laufen, helfen sich zu erden, in unsere Mitte zu kommen, mit uns eins zu sein. Die Musik von Roger & Brian Eno passt in diese Zeitqualität und lädt zum kreativen Tanz.

In manchen Kulturen wird am Tag danach, also am 22. 12., gefastet, um dem Neuen zu begegnen, was sicherlich vor der Weihnachtsvöllerei nicht verkehrt ist.

Kräuter für diese Jahreszeit sind wärmende Lindenblätter, reinigender Salbei, edler Lorbeer, Zimt, Nelken, Ingwer.

Fußbäder zum Entspannen, Qi Gong Kugeln drehen zum Runterkommen sind ebenfalls empfehlenswert. Lauschen in die Nacht, morgens das Rosa und die Nebel begrüßen, den Tieren draußen etwas abgeben und auch den Menschen, die draußen leben, mindestens Respekt und vielleicht eine Spende entgegenbringen. Im Kerzenschein die Herzenergie nähren, sich durchatmen in die Zukunft zum unbekannten Neubeginn, das Abenteuer und die Chance auf Wandel wahrnehmen.

Im chinesischen 5 Elemente Kalender befinden wir uns mitten im Wasserelement. Der Winter, Dunkelheit, Ruhe und Einkehr sind die Qualität dieser Zeit. Im Februar startet dann das Holzelement, welches die grüne Frühlingskraft symbolisiert.

Hier nun noch ein echt liebenswertes Haiku mit positivem Ausblick

Da ist nichts weiter

Der Weg kommt an ein Ende

In Petersilie

Buson @Recalm- Japanische Dreizeiler

Merci, T W O!

Die zwei Schwestern des Butho-Tanz

Minako Seki und Yumiko Yoshioka, zwei Pionierinnen des Butho-Tanz in Europa zeigen aktuell ihr gemeinsames Stück TWO im Doc11 dem Berliner Publikum.

Butho-Freundschafts-Tanz-Theater, auf höchstem Niveau, könnte man es auch benennen. Denn wenn zwei, die sich kannten und lange zerstritten waren, wieder gemeinsame Sache machen, kann so etwas vollendetes entstehen. Eine echte Herzenssache, wie Regisseur Wolfgang Piontek, am Abend nach der Premiere in bekennt.

Die Tänzerinnen kamen Anfang der 80ern nach Europa und trafen dort auf die freie Berliner Theater- und Perfomance-Scene. Zusammen mit dem Künstler delta RA‘ì, gründeten sie 1988 die deutsch japanische Butho-Tanz-Gruppe: tatoeba – Theatre Danse Grotesque. Die Gruppe tourte weltweit, doch es dauerte nicht lange und die beiden trennten sich, leider zerstritten. Eine jede ging ihrer Wege alleine weiter und beide arbeiteten an ihren Karrieren als erfolgreiche Tänzerinnen.
Beide Frauen sind bekannt für ihren starken Stil und Ausdruck, für eine intensive Bildästhetik und sind als Ausbilderinnen international anerkannt und wertgeschätzt. Dem Regisseur Wolfgang Pionthek ist es nun zu verdanken, das diese beiden hochkarätigen Künstlerinnen, nach fast 20 Jahren, wieder gemeinsam an einem Tisch sitzen können und sogar gemeinsam wieder auf die Bühne traten. Das Thema: Ihre Geschichte, ihre persönliche und die ihres Tanzes.

In spannenden ausdrucksstarken Bildern leben sie ihr Stück tanzend, in einem Raum, der nur durch Licht und Schatten-Linien und mit minimalen Requisiten auskommend in allen Winkeln bespielt wird. Mal die Wände hoch gehend, mal rennen sie tanzend am Boden, vielschichtig wie sie selbst es sind. Der multimediale Einsatz von Video und Klang umrahmt das mal dramatische mal groteske Geschehen, mit vielen dichten Körperaufnahmen oder Probeszenen, so dass das, was wir als Zuschauer nicht sehen können, noch näher kommen kann . Moderne, manga-artige selbstironische Szenen reizen gar die Lachmuskeln und das inzwischen dazu gekommene Thema des Alterns einer Tänzerin wird interessant ins Rampenlicht gerückt. Natürlich ist die Liebe zur Freiheit, zum Selbstausdruck und dem Wiederfinden einer Freundschaft, als roter Faden, immer zu spüren und so ist dieses Stück, zu den erstklassischen tänzerischen Leistung der beiden, als ein echtes Highlight zu bezeichnen.

Berlin hat es gestern mit begeisterten Beifall honoriert, bekanntlich keine ganz leichte Kunst. Die Zuschauer waren sichtlich berührt und in einer Zeit wo zwischenmenschliche Hürden größer werden, ein wirklich wichtiges Stück. Das Leben ist eben zyklisch und wir begegnen uns (selbst) immer wieder, was immer eine Chance birgt etwas Neues zu tun. Die beiden haben den Moment erkannt und etwas großartiges daraus gemacht. Das Stück wurde 2017 in der Eisfabrik Hannover, der „Homezone“ von Wolfgang Pionthek uraufgeführt, der zudem der künstlerische Leiter von Commedia Futura ist, einer freien Theater Gruppe. Schon dort haben sie das Publikum abgeholt und von den Stühlen gerissen. Vielleicht ist es das Versöhnungsthema, was diesem Stück diesen wirklich ganz besonderen Zauber gibt. Danke an TWO und dem Regisseur und allen Beteiligten!
Das Stück ist noch bis Sonntag den 9.9. im Doc 11, Kastanienallee, Berlin zu sehen, Karten sollten telefonisch reserviert werden!

http://www.dock11-berlin.de/index.php/cat/1/id/p705_COMMEDIA-FUTURA–TWO.html

Miso-Stulle – Empowers you!

Empowerment wird mit der Fähigkeit des selbstständigen und selbstverantwortlichen Handelns in Verbindung gebracht.

Um vertrauensvoll und selbstständig Handeln zu können brauchen wir, aus Sicht der chinesisch Medizin, eine gestärkte Wasser-Energie. So wird auch von der Stärke des Nieren-Qi (=Energie) gesprochen, welches dem Wasser-Element zugeordnet ist. Hier ist unsere Willenskraft beheimatet, besser gesagt verwurzelt. Die Nieren-Energie gilt auch als Speicher unserer Ursprungs-Energie. Einen Teil davon erhalten wir konstitutionell von den Eltern vereerbt, dieses Reservoir verbraucht sich bis etwa Mitte Dreißig, ab da müssen wir es aktiv pflegen.

Dieses Kraftreservoir nutzen wir bei allem was anstrengend ist („Geht mir an die Nieren…“), bei allem was wir trotz Ängste und Besorgniss bewältigen, bei allem was uns trotz großer Trauer weiter machen lässt, bei allem was uns bei Verwirrung  doch das Ruder in der Hand halten lässt, damit uns der Lebensfluß nicht im Zickzack durch die Strömung trudeln läßt.

Mit Nahrungsmitteln die 5 Elemente stärken

Eine Tonisierungs-/Stärkungsmaßnahme für diesen „Kraft-Wurzel-Motor“ ist: Miso zu essen! Miso wird dem Wasser-Element zugeordnet, es ist dunkel, fast schwarz und salzig, das entspricht der geschmacklichen Zuordnung des Wasser-Elementes und auch seiner Farbe.

Um also all unsere Eigenmacht tragen zu können, um all die Herzensideen, die wir anzetteln und für die wir brennen ohne zu verbennen, zu realisieren oder um uns von Trauer, die wir verarbeiten wollen nicht handlungsunfähig machen zu lassen oder um vor Sorgen und Grübelei am Ende kein Selbstvertrauen mehr zu haben, geschweige uns selbstverantwortlich durch die Welt tragen möchten, dafür können wir uns täglich mit einer salzigen Miso-Stulle wirklich etwas Gutes tun.

Miso enthält übrigens viel Vitamin B12, gut für die Nerven und gut gegen vampiristische Insekten!

Die Miso-Stulle , ein Rezept aus der 5 Elemente Küche

Roggenbrot (Feuer-Element)

Butter oder Gee, Frischkäse (Erde-Element)

Knoblauch oder Pfeffer (Metall-Element)

Misopaste (z.B. Gersten-Miso, Miso=Wasser+Gerste= wässriges Erde-Element)

Gurke /grüner Salat (Holz-Element)

Rosmarin, Curcuma (Feuer-Element)

Möhrchenstreifen, Paprika /(Erde-Element)

Cumin, Radieschen, Rettich, Kresse, Schnittlauch (Metall-Element)

Dieses Rezept endet mit  Zutaten aus dem Bereich Metall-Element, damit kann dieses extra unterstützt werden. Durch weitere Beigaben oder Weglassen, kann auch ein anderes Element als Endnote gewählt werden. Dazu könnt ihr euch zunächst am Geschmack oder an der Farbe eurer Zutaten orientieren. Im Netz gibt es  die 5 Elemente Nahrungsmittel-Listen zum Downloaden, da könnt ihr dann nochmal ganz genau nachsehen. Die Reihenfolge der Zutaten werden in der Reihenfolge der Elemente dazu gegeben, dabei ist es erstmal egal bei welchem Element ihr einsteigt. Da mindestens ein Umlauf gemacht werden sollte schmecken die 5 Elemente Gerichte „rund“, ein weiterer Pluspunkt, neben der gesunden Ausgewogenheit.

Die Geschmäcker und Farben der 5 Elemente 

Holz – sauer und grün

Feuer – bitter und rot

Erde – süß und gelb

Metall – scharf und weiß/silbrig

Wasser – salzig und schwarz

Die emotionalen Themen, die ihr mit der „Endnote“ unterstützen könnt sind

Holz – Planen und Umsetzen / Wut versus Großzügigkeit

Feuer – Freude statt Verwirrung, am selbst, am Handeln, in Kommunikation gehen können

Erde – Sorgen, Grübelei versus Vertrauen: „Die Dinge entwickeln sich“

Metall – Trauer, Abschied, Kummer, sich von etwas oder jemanden trennen, Klarheit, Raum schaffen für Neues

Wasser – Ängste, Erstarrung, verwurzelt sein, mutig sein, Resilienz und Ressource

Wer keine Miso-„Stulle“ mag, kann alternativ täglich eine kleine Miso-Suppe essen. Dabei wird das Miso anstelle eines Brühwürfel verwendet.

Ich wünsche eine schöne Sommerzeit, ein starkes Self-Empowerment und lasst es Euch schmecken

LG

Heike

 

Hier ein link zu einer Nahrungsmitteltabelle nach den 5 Elementen:

http://www.essenz.at/fileadmin/dokumente/lebensmitteltabelle_essenz.pdf

 

Ein absoluter Buchklassiker der 5 Elemente Küche ist dieses Werk:

Ernaehrung-nach-den-Fuenf-Elementen-Barbara-Temelie.17496

https://www.narayana-verlag.de/Ernaehrung-nach-den-Fuenf-Elementen-Barbara-Temelie/b17496?alsobought=1